Kontoführungsgebühren

Girokonto eröffnen

Nach Recherchen der Stiftung Warentest werden nur wenige Girokonten kostenfrei geführt. Schon viele Kunden haben am Quartalsende bei der Kontoabrechnung unliebsame Überraschungen erlebt. Das vermeintlich kostenlose Angebot entpuppte sich dann aufgrund versteckter Bedingungen als recht teuer.

Monatliche Grundpauschale

Viele Anbieter stellen das Girokonto gegen Zahlung einer monatlichen Pauschale zur Verfügung. Abgerechnet werden die Gebühren üblicherweise zum Ende eines Quartals.

Welche Positionen sind in der Pauschale enthalten?

Doch auch bei Vereinbarung einer monatlichen Pauschale sollte der Kunde prüfen, welche Positionen in der Pauschale enthalten sind. Wenn die Kontoauszüge einmal nicht am Kontoauszugdrucker abgeholt werden, so berechnen die meisten Banken für den Versand eine Portopauschale. Möglich ist auch eine beschränkte Anzahl von Buchungen im Monat. Wird diese überschritten, so lassen sich die Banken die weiteren Buchungen extra bezahlen. In der Regel gilt: Beansprucht der Kunde Services, die außerhalb der üblichen Pauschale liegen, so berechnen die Banken dies extra.

Mit Hilfe einer Checkliste lässt sich das passende Konto finden:

  • Welche Positionen sind in der monatlichen Pauschale enthalten?
  • Gibt es eine Anzahl von maximalen Buchungen? Wenn ja, ist diese ausreichend?
  • Gibt es eine ausreichende Anzahl von Geldautomaten an denen kostenlos verfügt werden kann?
  • Sind ec-oder Kreditkarte in der Pauschale enthalten?
  • Gibt es zusätzliche Kosten für besondere Buchungen oder die Einrichtung oder Änderung von Daueraufträgen?

Nicht mehr als 40 Euro im Jahr

Als Richtwert empfiehlt die Stiftung Warentest einen Betrag von 40 Euro jährlich für die Kontoführung. In diesem Betrag sind die Sollzinsen für die Inanspruchnahme des Dispos natürlich nicht enthalten. Wer sein Konto häufig einmal im Minus führt, sollte auch diese Kosten im Auge behalten, sonst kann es am Quartalsende bei der Kontoabrechnung zu einer bösen Überraschung kommen.

Kontoführungsgebühren von der Steuer absetzen

Die Kosten können der Steuererklärung pauschal mit 16 Euro jährlich angeben werden, unabhängig von der Höhe der tatsächlichen anfallenden Gebühren. Das heißt, auch Steuerpflichtige, die über ein kostenloses Girokonto verfügen, können diese Position geltend machen. Fallen die Kosten für die Kontoführung deutlich höher aus, so muss dies dem Finanzamt anhand von Belegen dargelegt werden. Ob diese Kosten letztlich anerkannt werden, hängt von der Prüfung der Finanzbehörde ab. Doch Vorsicht: Auch wenn die Kosten für die Inanspruchnahme des Dispos in der Kontoabrechnung ausgewiesen werden, können diese nicht steuerlich geltend gemacht werden!