Bankkonto eröffnen

Girokonto eröffnen

Der Begriff "Bankkonto" bezeichnet alle Konten, die Kreditinstitute für ihre Kunden führen. Das können neben Girokonten auch Anlagekonten wie Sparkonten, Tages- oder Festgeldkonten sein. Der Begriff "Konto" kommt aus dem Italienischen und bedeutet Rechnung oder Zahlung. Doch lange nicht jeder Deutsche verfügt über ein Konto.

Sparkonto oder Girokonto?

Ein Girokonto wird zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs genutzt. Für diese Konten werden ec- oder Kreditkarten ausgestellt. Es ist möglich, Lastschriftabbuchungen vornehmen zu lassen oder Daueraufträge einzurichten. Bei Sparkonten ist die Abwicklung des Zahlungsverkehrs nicht zulässig. Auf diesen Konten werden lediglich Gelder angelegt. Verfügungen mittels Kredit- oder ec-Karte sind ebenso unzulässig wie Lastschriftabbuchungen oder Daueraufträge. Während Banken für Girokonten häufig eine monatliche Grundpauschale berechnen, ist die Führung eines Sparkontos in der Regel kostenlos. Die Wahl des richtigen Bankkontos ist also abhängig von den Ansprüchen und dem Zweck, den ein Konto erfüllen soll. Wer nur Geld einzahlen möchte und gelegentliche Barverfügungen tätigen will, ist mit einem Sparkonto gut beraten. Wer hingegen Miete, Gehalt oder andere Zahlungen abwickeln möchte, benötigt auf jeden Fall ein Girokonto. Die Vorteile eines Girokontos liegen somit auf der Hand. Ohne ein solches Konto ist die Teilnahme am üblichen Geschäftsleben kaum möglich.

Grundrecht auf Girokonto

Trotzdem haben nach einer Erhebung der EU aus dem Jahr 2011 rund 670.000 Deutsche kein Girokonto. EU-weit sind es Schätzungen zufolge sogar 30 Millionen Menschen. Das liegt vor allem an einer negativen Bonität und schlechten Schufa-Einträgen. Daher will die Europäische Union in ihren Mitgliedsstaaten das Recht auf ein Girokonto für jeden durchsetzen. Die Eröffnung soll unabhängig von der persönlichen Situation möglich sein. Nach Ansicht des EU-Kommissars Michel Barnier muss es eine Art Basiskonto für jeden geben. Damit ist zunächst ein normales Girokonto gemeint, das zunächst auf Guthabenbasis geführt wird. Die Möglichkeit, ein Konto auf Guthabenbasis zu führen, wurde in Deutschland erst in der 90er Jahren durch eine freiwillige Selbstverpflichtung der Banken eingeführt. Dennoch halten sich leider viele Banken nicht an diese Vorgaben. Verbraucherverbände kritisieren immer wieder die Praxis der Banken, gerade bei Guthabenkonten oder geringen monatlichen Einkünften vergleichsweise hohe Gebühren für eine Kontoführung zu verlangen.

Fazit

Ohne ein Bankkonto ist die Teilnahme am üblichen Geschäftsverkehr kaum möglich. Wer trotz negativer Bonitätsauskunft ein Konto eröffnen will, für den besteht die Möglichkeit, ein Guthabenkonto zu führen.